h_da-Präsident Prof. Dr. Ralph Stengler erneut in Vorstand der Initiative D 21 gewählt

Sie haben den heute bundesweit erfolgreichen „Girl’s Day“ erfunden und auch den „(N)Onliner-Atlas“, Deutschlands größte Studie zur Internetnutzung, bei der jedes Jahr mehr als 30.000 Menschen befragt werden. Fast eine halbe Million Lehrerinnen und Lehrer haben seit dem Jahr 2000 an ihren IT-Schulungen teilgenommen. Hinter all diesen Maßnahmen steht der Verein „Initiative D 21“, ein bundesweites, branchenübergreifendendes Netzwerk mit rund 200 Mitgliedsunternehmen und Mitgliedsorganisationen aus Wirtschaft und Politik, die sich für die Förderung der Digitalen Gesellschaft in Deutschland einsetzen. Bereits zum zweiten Mal wurde jetzt Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt (h_da), in den Gesamtvorstand der Initiative D21 gewählt.

Der h_da-Präsident ist der einzige Vertreter einer Hochschule in dem neugewählten Gremium, das aus 22 Expertinnen und Experten verschiedener Branchen besteht, darunter IT-Firmen, Beratungsunternehmen, Marktforscher, Vereine oder auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Während der zweijährigen Amtszeit will der neue Vorstand Projekte mit politischen Partnern unter anderem im Bildungsbereich vorantreiben. Dazu zählt etwa der für den 26. März im Bundeskanzleramt geplant D21-Technikparcours. Des Weiteren sind Studien zum Digitalisierungsgrad und der mobilen Internetnutzung in Deutschland sowie Veranstaltungen zum Verbraucherschutz geplant.

Bereits seit drei Legislaturperioden ist die h_da im Vorstand des Netzwerkes D 21 vertreten. In der Initiative sind fast alle großen deutschen und auch internationalen  IT-Unternehmen engagiert, darunter Microsoft, Texas Instruments, die Software AG, Telekom oder auch Oracle. „Das macht die Mitarbeit bei D 21 spannend. Für uns ist es eines der deutschlandweit wichtigsten Netzwerke“, so Ralph Stengler. „Zumal wir als Hochschule in diesem Bereich gut aufgestellt sind.“ Die h_da ist eine der größten Fachhochschulen Deutschlands mit einem Fächerschwerpunkt im IT-Bereich.

Der Präsident der h_da betont, dass es für ihn aber nicht allein um Kontaktpflege oder Lobbyarbeit geht. „Wir haben gemeinsame Interessen – in der Bildung, der Weiterbildung oder der Förderung der naturwissenschaftlich-technischen Fächer.“ Beruf und Bildung seien heute ohne digitale Medien kaum mehr vorstellbar. Der wirtschaftliche Standort sei von kompetenten Fachkräften und einer modernen Informations- und Kommunikationstechnologie abhängig.

Wichtig sei jedoch „ein sinnvoller sowie souveräner Umgang der Menschen mit digitalen Medien“, so Ralph Stengler. Dieser vernünftige Umgang mit den Möglichkeiten des Internets habe gerade auch vor dem Hintergrund der NSA-Affäre derzeit große Bedeutung erlangt. Das Vertrauen in die digitale Welt sei bei vielen Bürgern erschüttert, die Arbeit der D 21 und auch der Hochschule Darmstadt umso wichtiger.

Der h_da-Präsident nennt in diesem Zusammenhang das CASED Zentrum, das „Center for Advanced Security Research Darmstadt“, das 2008 als LOEWE-Projekt mit Unterstützung des Landes Hessen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hochschule Darmstadt, der TU Darmstadt und des Fraunhofer-Institutes gegründet wurde. Dort werde an einem sichereren Internet und einem größeren Schutz für die Nutzer geforscht. Stengler: „In der IT-Sicherheits-Forschung  ist die Hochschule Darmstadt stark vertreten.“