Preise an Architekturstudierende der h_da für Planungen zu neuem Mannheimer Stadtquartier Franklin

Vom Offizierskasino zum Kultur- und Gastro-Zentrum, von der Panzerhalle zum Sportcenter: Innenarchitekturstudierende der Hochschule Darmstadt (h_da) sind im Rahmen der „Franklin-Tage“ in Mannheim für ihre Planungen zum entstehenden neuen Wohnquartier Franklin mit dem erstmals vergebenen MWSP-Architekturpreis ausgezeichnet worden. Auf der 500 Hektar großen Quartiersfläche befand sich mit der Benjamin Franklin Village die größte deutsche Wohnsiedlung der US-Streitkräfte. Die heutige Konversionsfläche wird erschlossen und entwickelt von der MWS Projektentwicklungsgesellschaft der Stadt Mannheim. Diese hatte mit dem MWSP Architekturpreis einen Ideenwettbewerb zur Fortentwicklung der bestehenden, aber aktuell leerstehenden historischen Gebäude Offizierskasino und Panzerhalle ausgelobt. Mit den beiden Hauptpreisen und jeweils 500 Euro wurden die h_da-Studierenden Alexander Kraus und Johanna Uhland ausgezeichnet. Alle studentischen Entwürfe sind noch bis zum 6. November im Mannheimer Rathaus ausgestellt.

Alexander Kraus hatte sich im Rahmen seiner Masterarbeit mit der Entwicklung des ehemaligen Offizierskasinos beschäftigt. Kern seiner Idee: das reizvoll verschachtelte Gebäude direkt am Käfertaler Wald für Veranstaltungen multithematisch und flexibel nutzbar machen und dabei auch seine Historie würdigen. Im Entwurf sieht Alexander Kraus neben Restaurants und Cafés auch Räume für Ausstellungen und Konzerte vor sowie ein Seminar-Hostel. An verschiedenen Punkten im Gebäude soll zudem Raum geschaffen werden für eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Gebäudes, etwa durch Ausstellungsflächen.

Johanna Uhland hatte sich für ihre Bachelorarbeit Gedanken zur künftigen Nutzung der ehemaligen Panzerhalle gemacht. In ihrem Entwurf wird aus der einstigen Parkhalle für Panzer das Herzstück eines entstehenden Sportparks. Durchsetzt ist die Halle in ihrem Entwurf mit drei großen, unterschiedlich hohen Indoor-Klettertürmen, ergänzt um Möglichkeiten für Skaten, Biken, Bouldern und weitere Bewegungsaktivitäten, die auch den großen Außenbereich mit einbeziehen. Beide Arbeiten wurden betreut von Prof. Kerstin Schultz vom Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt.

Die beiden Siegerentwürfe sowie alle übrigen studentischen Entwürfe sind noch bis einschließlich Freitag, 6. November, im ersten Obergeschoss des Mannheimer Rathauses (E5, 68159 Mannheim) zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr.