Hessische Hochschulen stärken Zusammenarbeit mit Partnern in Chile und Peru

Wissenschaftsdelegation begleitet Ministerpräsident Volker Bouffier - Kooperations- und Austauschabkommen vertiefen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre

Interkultureller Austausch, neue Impulse für Wissenschaft und Wirtschaft sowie das Anknüpfen an bestehende bilaterale Kontakte sind heute wichtiger denn je. Um die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit Hochschulen sowie Partnern in Chile und Peru weiter zu intensivieren, sind im Rahmen der bevorstehenden Delegationsreise des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier nach Chile und Peru vom 30. August bis 6. September 2016 Treffen mit hochrangigen Wissenschaftsvertretern der Gastländer vorgesehen. 

Begleitet wird der Ministerpräsident von einer über 40-köpfigen Delegation aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Hessischen Hochschulen werden vertreten durch Prof. Dr. Ralph Stengler (Präsident Hochschule Darmstadt, zugleich Vorsitzender der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Hessen), Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel (Präsident Technische Universität Darmstadt, zugleich Präsident der TU9), Prof. Dr. Brigitte Haar (Vizepräsidentin Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (Präsident Justus-Liebig-Universität Gießen, zugleich Vizepräsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und Prof. Dr. Hans Reiner Schultz (Präsident Hochschule Geisenheim University). Vor Ort wird die Wissenschaftsdelegation begleitet von den Vertretern des DAAD in Chile und Peru, Arpe Caspary (Leiter DAAD Informationszentrum Santiago de Chile) und Stephan Paulini (Leiter DAAD Informationszentrum Lima).

"Ich freue mich sehr auf meine Reise nach Chile und Peru, auf der mich zahlreiche Funktionsträger der hessischen Wissenschaft begleiten werden. Die hessischen Hochschulen und Universitäten garantieren exzellente Forschung auf höchstem internationalem Niveau. Wir sehen in den bestehenden bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und Hessen ein hohes Zukunftspotential, das es lohnt, weiter auszubauen. Auch dafür wollen wir die Reise nutzen", sagt der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. 

Im Rahmen der Reise erweitern die hessischen Hochschulen ihr internationales Netzwerk in Lateinamerika durch neue Kooperations- und Austauschabkommen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit der Pontificia Universidad Católica de Chile und der Hochschule Geisenheim mit der Universidad de Chile sowie dem Branchenverband Wines of Chile. Die neuen Abkommen bilden die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit in Lehre und Forschung sowie einen Studierendenaustausch.

Darüber hinaus stehen in Chile Besuche der Max Planck-Tandemgruppe am Forschungsinstitut für Neurowissenschaften der Universidad de Valparaíso, des Fraunhofer Center for Systems Biology und des Heidelberg Center Lateinamerika auf dem Programm. Ein Gespräch mit dem chilenischen Rektorenrat Consejo de Rectores de las Universidades Chilenas (CRUCH) zu den deutsch-chilenischen Perspektiven in der Wissenschaftskooperation rundet das Programm in Chile ab. In Peru besucht die Wissenschaftsdelegation die Pontificia Universidad Católica del Perú, die Universidad Nacional Mayor de San Marcos und führt Gespräche mit Vertretern der Alianza Estratégica de la Universidad Peruana. Besondere Aufmerksamkeit erhält die hessische Delegation in Peru durch ein Gespräch mit dem neuen Staatspräsidenten Pedro Pablo Kuczynski, der sein Amt erst vor wenigen Wochen, am 28. Juli 2016, angetreten hat.

"Chile hat sich durch die hohe Qualität seiner Hochschulen in Forschung und Lehre zu einem Anziehungspunkt für Studierende aus ganz Lateinamerika entwickelt. Gleichzeitig spielt der Austausch mit Deutschland eine zunehmend wichtige Rolle. Ich freue mich, wenn diese Potenziale für eine weitergehende Zusammenarbeit nun genutzt werden können", sagt DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel.

Die Wissenschafts- und Hochschullandschaften in Chile und Peru befinden sich derzeit in einer Phase starker Reformprozesse und dynamischer Entwicklung, in der es besonderes Gestaltungspotential für die internationale Zusammenarbeit gibt. Die Delegationsmitglieder haben im Rahmen der Reise in eine der aufstrebenden Wirtschafts- und Wissenschaftsregionen Südamerikas die Möglichkeit, an bereits bestehende Verbindungen anzuknüpfen und die Beziehungen der hessischen Hochschulen zu Partnern in Chile und Peru auf allen Ebenen weiter zu intensivieren - vom Studierendenaustausch über die gemeinsame Graduiertenausbildung bis hin zur Forschungskollaboration.